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GIFTIGE DÄMPFE FREIGESETZT

Oft ist man Gefahrstoffen unerwartet ausgesetzt!

Gefahrstoffe zu Hause, oder am Arbeitsplatz

Betroffene erzählen...

-Vergiftet am Arbeitsplatz. Zwei Restauratoren kommen mit dem hochgiftigen DDR-Holzschutzmittel "Hylotox" in Berührung. Diese Belastung wurde den Männern vom Auftraggeber verschwiegen. Heute sind die Arbeiter schwer krank. Die schlimmen Krankheitssymptome werden immer massiver. Ein Arzt bescheinigt beiden letztendlich eine Vergiftung mit den Nervengiften DDT und Lindan. Beide sind Bestandteile von Hylotox.

- Das Kinderspital Basel. Dort klagten letztes Jahr nicht weniger als zehn Angestellte über plötzlich auftretende, massive Kopfschmerzen. Manchen Angestellten brannten die Augen, andere hatten Ausschläge an Händen, Armen und Hals. Der Zusammenhang war schnell hergestellt: Eine Baufirma hatte unlängst die Eingangshalle neu gestrichen und neue Möbel aufgestellt. Farben und Möbel gasten Lösemittel und andere Substanzen in die Luft aus.

- Wie beispielsweise in einer Kirche, in der ohne Vorwarnung alle Beichtstühle samt Orgel und Gestühl mit hochtoxischem neuen Lack (Hylotox 59) einschliesslich Pestiziden und Flammschutzmittel (sog. Holzschutzmittel“) frisch „renoviert“ worden ist und dessen Wirkstoff DDT in der gesamten Kirche ausgeblüht ist.

- Chemie im Hausflur. Ein Vermieter liess das Treppenhaus des Miethauses mit einem aggressiven Ölfleckenentferner behandeln. Infolge eines Versehens wurde offensichtlich zu viel von dem Mittel aufgetragen und auch nicht für die notwendige Entlüftung gesorgt. Eine Mieterin klagte nach Einatmen der Dämpfe über Atemnot, Kopfschmerzen, Augenbrennen, Brechreiz und Schwindel. Sie musste daher zusammen mit ihrer Tochter die Wohnung für eine Nacht verlassen. Auch am Folgetag waren die Symptome noch spürbar.

- Chemiker, André Aeschbach, der selbst unter Chemikalien-Intoleranz leidet und nun ein Haus an geeigneter Lage im Tessin für Kranke zur Verfügung stellen will.

- Ingrid S. ehemalige Chemie-Lehrerin leidet auch unter Chemikalien-Intoleranz

- Jürg W. hatte 2000 einen Chemieunfall in Basel und hat seither schwere Neuropathien und Enzephalopathie.

- Horst Bauhof. Krank durch Gifte an seiner Schule. Jahrelang unterrichtete er. Es wurde ein neuer Teppichboden verlegt und verklebt mit einem Kleber, der so genannte schwer flüchtige Kohlenwasserstoffe und Formaldehyd ausgast. Seitdem klagt der Lehrer über Kopfschmerzen, Übelkeit, Nasenbluten und Lungenprobleme. Auch andere Lehrer und viele Schüler haben diese Symptome.

- Fast die Hälfte des Jahres 2007 musste die 14-jährige Lia im Bett verbringen. Sie war ein kerngesundes Kind, bis ihre Klasse in ein neues Schulgebäude umzog. Dort traten schädliche Stoffe aus. Ihre Eltern nahmen sie schliesslich per Gerichtsbeschluss von der Schule. Bis heute leidet das Mädchen an einer schweren Nervenentzündung und verträgt weder Parfum noch Reinigungsmittel.

- Die 34-jährige Heike Walter. Angefangen hat es, als die Eltern ihr zum Abi das Jugendzimmer renovierten.

- Lehrer, Horst Bauhof, wurde ebenfalls durch den Teppichkleber an seiner Schule krank. Ebenfalls Viele Schüler beklagten die Raumluft.

- Norbert Kreutzfeld leidet seit seiner Kindheit an Chemikalien-unvertäglichkeit. Schon wenn er an einem Haus vorbeifährt, dessen Fassade gerade gestrichen wird, bekommt er Probleme. Festgestellt hat er diese Sensibilität, als er im Krankenhaus lag und der Flur renoviert wurde.

- Krankenschwester, Hildegard Jung konnte irgendwann keine Desinfektionsmittel mehr ertragen. Dann gab es auf einmal Momente der Schwäche. "Ich bekam Magenprobleme, vertrug Lebensmittel und Medikamente nicht mehr." Sie reduzierte ihre Arbeitszeit auf die Hälfte, auf 25 Prozent, hörte schliesslich ganz auf. "Ich wusste nicht, was ich hatte, dachte aber, jetzt bin ich ja zu Hause, jetzt wird alles gut." Das ging leider schief. Hildegard Jung hat eine Chemikalien-Unverträglichkeit.

- Auch Karin Müller ist betroffen. Sie lebt in völliger Isolation, Elektrosmog und Abgase drängen sie an den Rand der Gesellschaft. Ihr Leben besteht aus einer ständigen Flucht vor Chemikalien und schlechten Umwelteinflüssen. Die Schutzmaske gehört zu ihrem Alltag.

- Bei Edith Bolliger, 53-jährige Gärtnerin, aus Selzach SO, schwellen Gesicht und Augen zu, wenn sie Schadstoffe nur schon riecht. Sie bekommt starke Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufbeschwerden. Und sie erbricht heftig. «Am schlimmsten ist die Müdigkeit. Eine totale Erschöpfung, die oft für Wochen anhält», sagt Bolliger. Bei Edith Bolliger verursachten Leimdämpfe im Schlafzimmer den gesundheitlichen Zerfall. Handwerker verleimten vor einem Jahr einen Teppich auf die Bodenheizung. Die Wärme trug die schädlichen Dämpfe in die ganze Wohnung - seither ist sie todkrank.

- Ruth Meier, 44, (Name geändert) aus Kirchdorf BE ist viermal gezügelt - in drei Monaten. Sie wohnte immer wieder provisorisch bei den Eltern und Freunden. «Vor einem Jahr dachte ich ernsthaft an Selbstmord», sagt sie. Ihr Freund sei durch die halbe Schweiz gereist, um eine passende Wohnung zu finden - erfolglos.

- Die 35-jährige Laborantin Jacqueline Perret aus Bern arbeitete während Jahren mit Desinfektions- und Lösungsmitteln. Seit jahren reicht der Geruch von wasserfesten Filzstiften, damit Gesicht und Augen anschwellen.

- Dr. Birgit Stöcker, 64. Krank durch Holzschutzmittel, Chemie in Nahrungsmitteln und Kleidung etc.

- Sandra Weis 36, Biologielaborantin erkrankt am Arbeitsplatz durch: Xylol, Formaldehyd, Methanol, Eosin, Desinfektionsmittel, u.s.w

- Aida Göb, die 38-Jährige leidet auch unter Chemikalien-Intoleranz. Vor zwölf Jahren war Sie noch eine lebenslustige Frau. Doch in ihrem Beruf als Laborantin hatte die gebürtige Portugiesin ständigen Kontakt mit Pestiziden. Schon damals gab es erste allergische Anzeichen, wie angeschwollene Finger. Im Laufe der Zeit reagierte ihr Körper immer häufiger. "Ich konnte eine Zeit lang nichts mehr tun: Ich war nicht mehr in der Lage selbstständig Auto zu fahren, ich konnte nicht mehr sprechen, ich konnte nicht mehr laufen, ich konnte noch nicht einmal mehr ein Glas halten

- Gerd Höht, er war ein erfolgreicher Sportler. Im Fussball brachte Gerd Höht, Jahrgang 1963, es schon in der Jugend bis in die höchste Klasse. Nachdem er aufgrund einer Verletzung die Sportart gewechselt hatte, spielte er schon bald in der Tischtennis-Oberliga. Sport war sein Leben. Seit März 1999 ist Gerd Höht arbeitsunfähig. Er leidet auch unter Chemikalienunverträglichkeit. Bei der Ursachensuche drängen sich Fragen nach der Vorbelastung durch die frühere berufliche Tätigkeit auf. Seit dem Besuch der Berufsfachschule für Technik von 1978 bis 1980 und der anschliessenden Lehre hatte Gerd Höht immer direkten Kontakt zu unterschiedlichen Ölen. "Wir haben bis zu den Ellbogen und mit den Füssen in Heiz-, Schmier-, Hydraulik- und Waffenöl gearbeitet und die Dämpfe permanent eingeatmet", erinnert er sich.

- Bei Dirk Kabel geht es soweit, dass er nur noch zu wenigen Menschen Kontakt haben kann.

- Katherine leidet auch unter Chemikalien-Intoleranz . Sie arbeitete in einem neuen Büro Gebäude. In diesem neuen Gebäude gab es frisch verlegte Teppichböden, neu gemalte Wände, alles war neu. Sie ist heute unfähig zu arbeiten, sie kann nicht dort wohnen, wo sie gerne möchte.

- Monika leidet auch unter Chemikalien-Intoleranz. Ich hatte in einem öffentlichen Dienst als Sozialarbeiterin in einem Neubaubüro gearbeitet. Besonders morgens, wenn ich ins Büro gekommen bin, ist mir aufgefallen, dass es dort einen penetranten Gestank hat, und ich habe gelüftet, so oft es nur ging. Nach zirka zwei Monaten Dienst wurde ich dort so richtig krank. Wie eine echte Grippe: Meine Ärzte haben das auch diagnostiziert: Das muss eine echte Grippe sein. Das Problem war nur: Ich habe mich einfach nicht mehr erholt. Meine Hausärzte konnten mir nicht helfen, auch nicht mit Schmerzmitteln.

- Cornelia van Rinsum, das Leben ausserhalb der eigenen Wohnung ist für Sie riskant. Denn „draussen“ ist die Luft belastet mit Abgasen, Chemikalien, Zigarettenqualm und anderen Gefahrstoffen. Ihr Arbeitgeber war in einen Neubau gezogen, innerhalb weniger Wochen wurden Teppiche verlegt, Raumteiler gesetzt und Wände gestrichen. „Ich kam in den Raum, und mir blieb die Luft weg vor lauter chemischen Dämpfen.“ Sie reagierte mit Atemnot, Krämpfen, völliger Erschöpfung. Aber auch Spuren von Parfum, Rasierwasser oder Weichspüler stellen für sie eine Gefahr dar. Auf diese Chemikalien reagiert die Dreiundfünfzigjährige nämlich allergisch, ihr Immunsystem spielt verrückt: Sie bekommt kaum noch Luft, die Welt um sie herum fängt an, sich zu drehen, und sie reagiert immer langsamer. Manchmal kippt Cornelia van Rinsum auch einfach um, weil sich irgend jemand Deo unter die Achseln sprüht, eine Creme auf die Haut aufträgt oder ein Duftstein in der Toilette liegt.

- Therese Pfister leidet an unter Chemikalienunverträglichkeit. Ihr Körper reagiert auf Stoffe aller Art überempfindlich. Ärzte nahmen sie nicht ernst, hielten sie für psychisch gestört. In Wirklichkeit aber war Therese Pfister todkrank - durch Umweltschadstoffe. Erst nach Jahren erhielt sie die richtige Diagnose. Ich habe meine neue Stelle als Krankenpflegerin im Spital von Martigny VS angetreten. Die Sprühflasche mit dem Desinfektionsmittel ist allgegenwärtig. Da ein Spritzer, dort ein Spritzer. Buraton - jederzeit und überall. Wir müssen alles desinfizieren, das ist üblich im Spital. Die Beschwerden kommen schleichend: Schnupfen, chronisches Halsweh, Müdigkeit. Dazu habe ich immer wieder grippeartige Symptome mit 37,5 Grad Fieber.

Ich arbeite jetzt in der chirurgischen Abteilung des Spitals von St-Maurice. Und da ist es wieder - das
Desinfektionsmittel Buraton auf Pflege-Utensilien, Kopfkissen, Duvets und Böden. Das Mittel enthält Formaldehyd - ein stechend riechendes Gas, das die Atemwege reizt und krebsfördernd wirkt. Wieder entzünden sich meine Stirn- und Nasennebenhöhlen. Ich schlucke zum dritten Mal Antibiotika. Die Gesundheitsprobleme schreibe ich dem Durchzug im Spital zu.

- Cindy Duehring
die Medizinstudentin erlitt einen Chemikalienschock, der sie zu einem Leben in völliger Isolation zwang und nach 14-jähriger Leidenszeit schliesslich zum Tode führte.
Das von einem Kammerjäger zur Flohbekämpfung unsachgemäss eingesetzte Pestizid hatte ihr Immun- und Nervensystem so nachhaltig geschädigt, dass schon der Kontakt mit geringsten Spuren von Chemikalien zu lebensgefährlichen Anfällen führte. Durch den Chemikalienschock hatte ihr Körper Antikörper gegen seine eigenen Organe entwickelt. Mehrmals musste sie nach Atemstillständen wiederbelebt werden, mehrmals versagten ihre Nieren.
Nachdem ihre Beschwerden immer lebensbedrohlicher wurden, zog Cindy Duehring in ein hermetisch von der Aussenwelt abgeschirmtes Spezialhaus - das sie nie mehr verliess, denn "normale" Luft konnte sie nicht mehr atmen

- Astrid Falk. Die 48jährige Wittenbacherin bekam im Dezember 1991 eine schwere Grippe und musste zweimal hintereinander länger Antibiotika einnehmen. Ende Februar 1992 hatte Sie sich von dieser Grippe erholt. Ein ständiger Schnupfen, ständiges Niesen, ein Juckreiz am ganzen Körper Magen- und Darmprobleme sind aber geblieben. Von da an war nichts mehr normal in ihrem Leben.


Gefahrstoffe im Niedrigdosisbereich am Arbeitsplatz. US-Pharmaunternehmen ZLB Behring AG, in Bern Wankdorf. (heute CSL Behring AG)
Ich sah damals keinen Zusammenhang zwischen meinen gesundheitlichen Problemen und den Gefahrstoffen am Arbeitsplatz, aus der Umgebung des Neubaus und auch infolge ungehinderter Ausbreitung von Gasen und Dämpfen, die aus Produkten entstehen, welche in der Produktion und Desinfektion innerhalb des Betriebes verwendet werden:

Gefahrstoffe
Buraton 10 F [43 KB] Melsitt, Ethanol [17 KB] , Methyl-Ethyl-Keton (MEK) [83 KB] , Benzol, Toluol [20 KB] , Xylol [19 KB] , iso-Butanol [405 KB] , Formaldehyd [18 KB] etc.

Am 10. Mai 2005 wurden giftige Dämpfe freigesetzt
Im Rahmen von Belagsarbeiten in den geschlossenen Räumlichkeiten der ZLB Behring AG wurden anfangs Mai 2005 ungehindert chemische Stoffe und Dämpfe freigesetzt. Eine vorgängige Information an des Personal wurde unterlassen.
Dabei kam es zum wiederholten Einatmen von Isozyanaten, Epoxid-Harzen, Aceton etc.




 
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